AUSRÜSTUNG

 

Nikon F-301

GEHÄUSE:

Diese Kamera ist fast noch komplett manuell zu bedienen. Sie kam 1985 auf den Markt und richtete sich an Amateurfotografen. Sie hatte als erste Spiegelreflexkamera von Nikon einen in das Gehäuse eingebauten Motor, der Serienaufnahmen von max. 2,5 Bilder/s ermöglicht. Beim Betätigen des Auslösers wird der Film automatisch durch den Motor weiterbewegt; das Rückspulen erfolgt aber von Hand über eine kleine Kurbel. Praktisch ist die Einspulhilfe, die das Einlegen des Films erleichtern soll. Der Anfang der Filmzunge wird dabei in einen Schlitz in der Aufwickelspule gesteckt; der Transport bis zum ersten Bild erfolgt nach Schließen der Rückwand automatisch. Zur Kontrolle, ob der Film auch tatsächlich eingefädelt wurde und weiterbewegt wird, ist auf der Rückwand eine Filmtransportanzeige vorhanden. Die ist auch nötig, denn gelegentlich kann der Transportmechanismus die Filmzunge nicht richtig festhalten. Jeder, der das erste Bild des Films sechsunddreißig Mal mit unwiederbringlichen Motiven belichtet hat, weiß wovon ich spreche...

Neben den üblichen manuellen Einstellmöglichkeiten von Blende und Verschlusszeit ist die F-301 mit einer Zeitautomatik und einer Doppelprogrammautomatik ausgestattet. Bei der Zeitautomatik wählt die Kamera selber die zur manuell eingestellten Blende passendste Belichtungszeit. Bei der Doppelprogrammautomatik (P und P Hi) muss eine feste Blende eingestellt werden (Blende 16); die Automatik ermittelt dann abhängig von den Lichtverhältnissen und der Lichtempfindlichkeit des eingelegten Films die optimale Kombination von Belichtungszeit und Blende. Das Programm P Hi gibt möglichst kurzen Verschlusszeiten den Vorrang (max. 1/200) - sinnvoll einsetzbar z.B. bei schnell bewegten Objekten. Die Filmempfindlichkeit kann wahlweise manuell eingestellt oder automatisch über den DX-Code am Filmgehäuse ausgelesen werden. Letzteres ist seinerzeit ein Novum für Nikon-Spiegelreflexkameras; die F-301 verfügte als erste Nikon-SLR über die hiefür notwendigen Kontakte.  

Das Motiv muss von Hand scharfgestellt werden. Eine Autofokusfunktion ist bei dieser Kamera nicht vorhanden; ein derartiges Ausstattungsmerkmal hatte erst das Nachfolgemodell F-501, die ab 1986 auf den Markt kam.

OBJEKTIV:

Das derzeit verwendete Objektiv ist nach wie vor das, was zum Kaufzeitpunkt in dem Bündel enthalten war: ein NIKKOR 50mm. Es ist ein Standardobjektiv mit einer Festbrennweite von 50mm und Nikon-Bajonettkupplung; geeignet für Offenblenden-Belichtungsmessung an Kameras mit AI-Blendenkupplung. Ich zitiere aus der Bedienungsanleitung: "Das NIKKOR 1:1,8/50mm ist ein leichtes und kompaktes Normalobjektiv, das sich hervorragend für Reise- und Landschaftsaufnahmen, Gruppenfotos und Ganzportraits eignet." Alle Fotos, die zwischen 1988 bis 1992 mit dieser Kamera gemacht wurden, entstanden mit diesem Objektiv.  

Die F-301 wurde 2008 nach ca. 15 Jahren problemlos reaktiviert und durch einige Originalzubehörteile moderat ausgebaut.