AUSRÜSTUNG

 

Nikon F-75

GEHÄUSE:

Die Kamera kam 2003 auf den Markt und richtetete sich (ähnlich wie seinerzeit die F-301) an ambitionierte Amateurfotografen. Als letzte analoge 36mm Kleinbild-SLR-Kamera von Nikon in diesem Segment verfügt sie über viele Ausstattungsmerkmale, die sich bei Digitalkameras und auch an der Coolpix 7900 wiederfinden lassen, wie z.B. Motivprogramme oder die Auswahl der AF-Messfelder. Sie besitzt ein dynamisches Fünffeld-Autofokussystem mit drei Betriebsarten, sowie einen eingebauten Blitz mit der Leitzahl 12 bei ISO 100/21°, der ebenfalls in verschiedenen Betriebsarten arbeiten kann und sich je nach Programmeinstellung automatisch zuschaltet, d.h. ausklappt. Die Belichtungsmessung erfolgt über eine 25-Segment 3D-Matrixmessung.       

Anders als bei der F-301 kann die F-75 sowohl vollautomatisch als auch teilautomatisch die Belichtungssteuerung übernehmen: im vollautomatischen Betriebsmodus sind die Vollautomatik, sowie fünf Motivprogramme anwählbar, die passend zum Motiv die Verschlusszeit, die Blenden-, Schärfe- und ggf. Blitzeinstellung vornehmen. Eine manuelle Einflussnahme auf die Einstellungen ist hier nicht möglich - dafür existieren im teilautomatischen, bzw. manuellen Modus vier weitere Betriebsarten, bei denen sich die Automatisierung entweder auf Blende und Verschlusszeit, nur auf die Blende oder nur auf die Verschlusszeit beschränkt. Im vollmanuellen Betrieb können sämtliche Parameter komplett von Hand eingestellt werden.

Die manuelle Einstellbarkeit der Filmempfindlichkeit ist bei dieser Kamera nicht vorgesehen; sie verwendet die automatische Auslesung der Empfindlichkeit über den am Filmgehäuse aufgedruckten DX-Code. Die Filmtransportierungen (vor und zurück) erfolgen über einen eingebauten Elektromotor.

Die Sucheranzeige blendet abhängig vom eingestellten Programm sämtliche relevanten Daten wie Blendenwert, Verschlusszeit, ggf. Belichtungskorrektur, Filmstatus, Batteriezustand, das aktive AF-Messfeld und ggf. die Blitzbereitschaft ein. Das stellt gegenüber der F-301 einen großen Sprung hinsichtlich des Bedienkomforts und der Übersichtlichkeit der Einstellungen dar. Zusätzlich können diese Daten auf einem LCD-Display auf der Oberseite der Kamera abgelesen werden, das bei Bedarf auch beleuchtet werden kann. Gerade dies ist ein sehr angenehmes Detail bei den von mir bevorzugten Dämmerungs- und Nachtaufnahmen.      

OBJEKTIV:

Bei dem verwendeten Objektiv handelt es sich um ein Nikkor 28-80mm AF G-Zoomobjektiv mit Nikon F-Bajonettkupplung und eingebauter CPU. Die Lichtstärke beträgt 1:3,3 bis 1:5,6 (je nach Brennweite). Die Nahgrenze beträgt 0,35 m; die kleinste Blende ist 22. Der optische Aufbau besteht aus 6 Linsen in 6 Gruppen. Das Gehäuse ist aus Kunststoff, innen wurde sowohl Kunststoff als auch Metall als Werkstoff verwendet.

Das Objektiv kam 2001 auf den Markt und wurde häufig im Kit mit unterschiedlichen Nikon-Kameragehäusen verkauft. Die Produktion wurde 2006 eingestellt. Insgesamt wurde dieses Objektiv ca. 1,7 Million Mal hergestellt und ist somit eines der populärsten Nikon-Objektive. Besonderer Vorteil dieses Objektivs sind der schnelle Autofokus, die gute Abbildungsleistung und Schärfe, sowie das geringe Gewicht bei (seinerzeit) exzellentem Preis-Leistungsverhältnis.